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Sowohl-als-auch UND Entweder-oder

Polarität ist Tripolarität
Tripolarität ist ein anderes Wort für Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit. Ihre Wirkung ist das Vierte, wie der elektrische Strom aus dem Kraftwerk oder aus der Batterie (1), der über einen positiven (2) und einen negativen Pol (3) in der Glühbirne (4) Licht erzeugt.
Polarität ist somit in Wahrheit Tripolarität. Diese lässt im Sinne des Sowohlalsauch Freiheit zu, im Gegensatz zu der auf zwei Pole reduzierten Dualität, wo es nur gnadenloses Entwederoder gibt.
Tripolarität erzeugt, ist schöpferisch. Dualität schliesst aus, ist zerstörerisch.

Platon als Zeuge
In seinem berühmten «Höhlengleichnis» bringt Platon Tripolarität/Dreifaltigkeit zur Sprache, indem er als Ausgangspunkt die «Idee des Guten» nimmt, aus welcher sowohl die Welt des Sichtbaren als auch die Welt des Erkennbaren (Unstichtbaren) hervorgehen.

    «…dass zuletzt unter allem Erkennbaren und nur mit Mühe die Idee des Guten erblickt wird, wenn man sie aber erblickt hat, sie auch gleich dafür anerkannt wird, dass sie für alle die Ursache alles Richtigen und Schönen ist, im Sichtbaren das Licht und die Sonne, von der dieses abhängt, erzeugend, im Erkennbaren aber sie allein als Herrscherin Wahrheit und Vernunft hervorbringend, und dass also diese sehen muss, wer vernünftig handeln will, es sei nun in eigenen oder in öffentlichen Angelegenheiten.»
    Aus: Platon/Höhlengleichnis

Zu einem vollständigen und damit nicht nur richtigen, sondern auch wahren Weltbild können wir nur gelangen, wenn wir demütig zurück kehren zu Platon und wieder zu unterscheiden lernen zwischen Erkennbarem und Sichtbarem.

Stromkreis als Gleichnis (Skizze v. Sven Kerle)
Stromkreis als Gleichnis (Skizze v. Sven Kerle)